Alles über mich

Erst bangte ich über meine Teilnahme, doch dann gelang mir der Traum vom Olympischen Gold

Eine Karriere die schon früh begann


Ich wurde am 25. Oktober 1987 in Bergisch Gladbach geboren. Ich wuchs in einer Leichtathletik- und Turnbegeisterten Familie auf, was mich im jungen Alter von vier Jahren dazu ermutigte, mit dem Turnen anzufangen. Mein erstes Turnier bestritt ich bereits mit fünf Jahren.

Durch meinen Ehrgeiz und die Unterstützung meines Vaters und Trainers Wolfgang gelingt es mir mit sechs Jahren, Hessenmeister im Mehrkampf zu werden. Gemeinsam mit meinem Bruder Christian nahm ich ab 1999 an Länderkämpfen und Schauturnen teil.

Meine erste Medaille gewann ich 2002 im griechischen Patras: Mit 14 Jahren wurde ich Jugend-Europameister am Barren. Und auch die Trainer der Nationalmannschaft erkannten mein Talent und beriefen mich ein Jahr später in ihr Team. Mein Fleiß und meine Disziplin trieben mich immer weiter an.

Als junger Turner bestritt ich über 100 Wettkämpfe und trainierte bis zu 6 Stunden täglich. Mit Erfolg: 2004 holt ich den Jugend-Europameistertitel in den Disziplinen Boden, Reck und Sprung und wurde Dritter im Mehrkampf. Mit gerade einmal 16 Jahren war ich außerdem jüngster männlicher deutscher Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Athen und erreichte am Reck den 7. Platz.

Auch 2005 lief es für mich rund und ich feierte mit dem Europameistertitel am Reck meinen ersten großen, internationalen Erfolg. „Druck motiviert mich“, erklärte ich und schaffte im Jahr 2007 nicht nur mein Abitur, sondern war auch sportlich weiter auf Erfolgskurs: Ich holte bei den Europameisterschaften die Silbermedaille im Mehrkampf und erneut Gold am Reck.

SIm September wurde ich bei der WM in Stuttgart in meiner Paradedisziplin jüngster Goldmedaillengewinner – das Jahr wurde durch die Auszeichnung „Sportler des Jahres 2007“ gekrönt. Im Jahr 2008 erlitt ich bei den Olympischen Spielen in Peking zunächst einen Rückschlag: "Fabian Hambüchen reißt sich beim Einturnen am Barren seine Innenbandsehne", lautet die Schlagzeile.

Trotzdem trat ich an, kämpfte und erreichte am Ende den 3. Platz. Doch als selbstkritische Sportler bin ich trotz der schmerzhaften Umstände enttäuscht. Ich habe nicht Bronze gewonnen, sondern Gold verloren. So war ich motivierter als jemals zuvor und trainierte noch härter.

2009 gewann ich bei den Europameisterschaften in Mailand als erster Deutscher den Mehrkampftitel und zusätzlich den Europameistertitel am Boden. Wegen eines Risses in der Achillessehne musste ich im Anschluss erneut pausieren. Erst im August 2011 konnte ich wieder turnen und wurde zum wiederholten Male Deutscher Meister am Reck.

Doch trotz des Erfolges plagten mich auch Zweifel. Ich überlegte, meine Sportlerkarriere zu beenden. Die Verletzungen zeigten mir, welche Belastung das Turnen für den Körper darstellt. „Als Turner darfst du aber keine Angst haben“, und so stand für mich fest: Ich will es bei den Olympischen Spielen 2012 allen beweisen - und holte die Silbermedaille am Reck.

Nach dem Erfolg in London begann ich mein Studium an der Sporthochschule Köln – doch dem Turnen wollte ich noch nicht den Rücken kehren. So wurde ich damals mit 27 Jahren 2014 Weltcup-Gesamtsieger. Trotz Verletzungen, die ich mir während dieser Zeit zugezogen hatte, gelang die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Doch auch Wochen vorher war ich immer noch nicht ganz fit. Und dann die Sensation: All die Mühen und Strapazen meiner Karriere wurden belohnt: Ich konnte meinen Traum vom Olympiasieg am Reck endlich erfüllen.

Meine Karriere in Zahlen

0

DM Titel


0

Bronze in Peking


0

Silber in London


0

Gold in Rio